Wir planen, uns mit Themen wie gewaltfreie Kommunikation, Kontaktimprovisation, Zen Meditation, Soziokratie, Permakultur, Globale Gerechtigkeit und Rassismus, Aktivismus-Körper-Kunst, Achtsamkeit, Tiefenökologie und Evolution+Kosmos zu beschäftigen. Die tatsächlichen Inhalte variieren jedes Jahr ein bisschen. Hier siehst du eine Auswahl von Referierenden, die mit project peace verbunden sind:

Heike Pourian

Ich verstehe mich als Wandelforscherin. Meine Heimat ist der improvisatorische Tanz, den ich als Inspiration und Experimentierfeld für transformative Prozesse betrachte. 2016 ist mein Buch „Eine berührbare Welt. Contact Improvisation als gesellschaftsbewegende Kultur“ erschienen. Mit meiner Arbeit möchte dazu beitragen, dass sich die Ahnung in der Welt verbreitet, dem Sinnlichen, Lustvollen, Spielerischen könne unsere stärkste politische Kraft innewohnen: Was ändert sich, wenn wir uns der Vorstellung öffnen, das was uns wirklich nährt und lebendig macht, könne der Urboden für die Gestaltung unserer Gesellschaft sein? Und das trifft ja den Kern des Anliegens von project peace: Frieden kann dort sein, wo wir unsere Zärtlichkeit für alles Lebendige nicht zurückhalten, sondern freudig ausdrücken und feiern. Seit Kurzem lebe ich in der Gemeinschaft „Akademie für angewandtes gutes Leben“ im Nordschwarzwald. Außerdem bin ich Mutter von zwei wundervollen erwachsenen Kindern. beruehrbarewelt.de 

Dr. Anna Gamma

Ich bin fasziniert vom Forschungslabor project peace. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen üben, vom Leben zu lernen. Teilzuhaben an diesem Prozess, erlebe ich bereichernd und inspirierend zugleich. Meinen Beitrag sehe ich primär darin, in den weglosen Weg der Zen buddhistischen Tradition einzuführen. Es ist ein undogmatisches Angebot, um sich mit dem grenzenlosen Raum der Stille vertraut zu machen. Die Stille ist der tragende Grund von allem, was existiert. Sich in diesem Raum zu begegnen geschieht jenseits von Rolle, Status, Geschlecht und Alter. Gerade deshalb passt diese meditative Praxis so wunderbar in das Programm von project peace. Zen & Leadership

Prof. Dr. Wolfgang Dietrich

Nach Jahrzehnten praktischer und akademischer Friedensarbeit auf allen Kontinenten, weiß ich, dass nicht wir Menschen Erfahrungen machen, sondern dass Erfahrungen uns zu jenen machen, die wir heute sind. Der Masterlehrgang für Frieden und Konflikt an der Universität Innsbruck baut auf diese Einsicht und ich finde diesbezüglich viel Übereinstimmung mit dem project peace, das mit einer anderen Alters- und Interessengruppe arbeitet, dabei aber in vieler Hinsicht auf eine vergleichbare Friedensphilosophie baut. Deshalb bin ich schon früher gerne nach Schlehdorf gefahren, und komme jetzt nach Sulzberg, um mit den aktuellen Gruppen Erfahrungen und Ideen auszutauschen. www.uibk.ac.at/peacestudies 

David Ginati

David arbeitet als Systemischer Berater, Coach und Mediator und gibt Seminare in Europa, der Ukraine und im Nahen Osten, unter anderem im Rahmen von Friedens- und Begegnungsarbeit in Israel/Palästia. Er stellt der Gruppe die Methode der Gewaltfreien Kommunikation praktisch vor und macht deren Potential für eine achtsame, authentische und verbindende Art und Weise der Beziehungsgestaltung durch Übungen erfahrbar. Leitfragen sind: Wie können wir eine Sprache der Verständigung sprechen, gerade dann, wenn wir nicht einverstanden sind? Können die Bedürfnisse aller Beteiligten kompromisslos erfüllt werden, wenn wir als Menschen zusammenkommen? Ausgangspunkt ist das „Jetzt“ und was gerade lebendig ist. Damit wird spontan gearbeitet. www.davidginati.info

Dominik Werner

Dominik Werner ist freiberuflicher Dipl. Pädagoge, Theateraktivist und Facilitator in Marburg. Seit 2011 arbeitet er bundesweit im Auftrag von Vereinen, Verbänden, Stiftungen, Universitäten, Schulen und anderen Initiativen um transformative Bildungsarbeit und kreative Beteiligungsprozesse zu gestalten. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Friedensbildung, Konflikttransformation und kreative Kommunikation im öffentlichen Raum. Dafür arbeitet er insbesondere mit politisch-partizipativer Theaterpädagogik (Theatre of the Oppressed / Theatre for Living), Tiefenökologie (work that reconnects) und Dialogmethoden aus dem Art of Hosting um kreative Dialoge zu ermöglichen. Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit Dominik zusammen, er ist ein guter Freund von project peace. www.dominikwerner.net 

Steffen Emrich

Steffen kennen und schätzen wir aus seiner Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft Sulzbrunn. Er ist freier Berater in der Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Ziviler Friedensdienst / Friedensförderung. Von 2000 bis 2004 hat er für EIRENE als Friedensfachkraft in Bosnien gearbeitet und von 2006 bis 2010 als Referent für Friedensförderung für World Vision mit dem Schwerpunkt „Integration von Kindersoldaten“ im Südsudan, Uganda, DR Kongo, Kenia, Burundi. Seit 2010 arbeitet er als Trainer, Prozessbegleiter, Moderator und Evaluator für verschiedene Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und für die Universität Marburg. Wir erforschen mit ihm die Grundprinzipien der Soziokratie: wie treffen wir in unserer politischen und ehrenamtlichen Arbeit Entscheidungen? Wie können wir das enorme Potential der kollektiven Gruppenintelligenz möglichst optimal nutzen? Wie können wir uns in einer Gruppe gut organisieren und zeitnah entscheiden, ohne uns in Grundsatzdiskussionen zu verlieren?

Naakow Grant-Hayford

Naakow ist Leiter des Galtung Instituts bei Basel. Hintergrund des Workshops mit ihm soll sein: Friedensarbeit heißt auch, sich für Menschenrechte, für globale Gerechtigkeit und gegen Gewalt in jeder Form einzusetzen und rassistischen Einstellungen entgegenzuwirken. Wir wissen aber auch, dass unser Engagement vor dem Hintergrund von 500 Jahren gewaltvoller Nord-Süd-Beziehungen steht, die zu tiefen Spaltungen und Ungerechtigkeiten geführt haben. Deshalb setzen wir uns auch kritisch mit unseren eigenen Denkmustern auseinander, die unser Welt- und Menschenbild prägen.

Katharina Kalchner

Katharina gestaltet mit der Gruppe das Achtsamkeitsretreat Anfang Januar. Sie ist seit sechs Jahren Kursleiterin für Achtsamkeit und Selbstmitgefühl, unter anderem mit Achtsamkeits- und Resilienztrainings für Extinction Rebellion in Schottland. Ihre Arbeit basiert auf der Überzeugung, dass sozialer Wandel, Umweltschutz und der Schutz aller fühlenden Wesen nur dann möglich wird, wenn sich gleichzeitig Erkenntnisprozesse im Bewusstsein vollziehen, die unser Verständnis von uns in Beziehung zur Welt verändern. Sie hat langjährige Vipassana Meditationspraxis und Schulung der Achtsamkeit in der Tradition von Thich Hat Hanh, ist geschäftsführender Vorstand der Intersein Stiftung und fortgebildet in Tiefenökologie, Permakultur und Ecovillage Design.

Lotan Sapir

Lotan Sapir ist eine Künstlerin und Friedensaktivistin aus Israel-Palästina, die mit Tiefenökologie, Tanz, Ritualen und Theater arbeitet. Sie schreibt über ihre Arbeit: „I guide process led transitional workshops and ceremonies rooted in deep ecology and performance practices. I facilitate a range of workshops including grieving ceremonies, peace walks, creative development, theatre and embodiment workshops. I am able to tailor these workshops for your group’s needs and context.“ https://lotansapir.wixsite.com

Geseko von Lüpke

Geseko, Journalist und Autor, versteht sich als Begleiter individueller und Chronist kollektiver Übergänge. Fortbildungen in Tiefenökologie und Ökopädagogik bei Tom Brown Jr., Joanna Macy, Arne Naess u.v.a.. Ausbildung zum Visionssuche- Leiter an der School of Lost Borders, Kalifornien. Visionssuche-Seminare seit 2001, Visionssuche-(Co)Ausbilder seit 2006. Geseko ist ein langjähriger Freund und Unterstützer von project peace und lebt in der Gemeinschaft Sulzbrunn. Er unterstützt uns u.a. in der rituellen Gestaltung der Übergange. Durch ihn sind wir auch verbunden mit vielen Träger_innen des alternativen Nobelpreises und bekannten Aktivist_innen weltweit.